Informationen zum Unternehmen
Name Stellantis NV
ISIN NL00150001Q9
Website https://www.stellantis.com/en
Konflikte
Erläuterung

Stellantis NV ist ein in den Niederlanden (Hoofddorp) ansässiger Automobilhersteller und Dienstleister. Der Konzern ist 2021 durch die Fusion von Peugeot und Fiat Chrysler entstanden. Als Unternehmen ist Stellantis in drei Segmenten tätig: Automobil, Fahrzeugausrüstung und Finanzen. Zu den Marken des Konzerns zählen Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS Automobiles, Fiat, Fiat Professional, Jeep, Lancia, Maserati, Mopar, Opel, Peugeot, RAM, Vauxhall, free2move (Autovermietung und Car Sharing) und Leasys (Autovermietung und Car Sharing).

Stellantis gehört zu den größten Emittenten von Treibhausgasen, wie die Climate Action 100+ festgestellt hat. Die Initiative 'Climate Action 100+' ist ein Zusammenschluss von Investoren, die gemeinsam auf Unternehmen einwirken wollen, dass diese bis 2050 'net-zero' Emissionen erreichen. Die Investoren konzentrieren sich auf derzeit 166 Unternehmen aus 6 Sektoren. Die Unternehmen wurden ausgewählt, weil sie zusammen mehr als 80% der industriellen Emissionen weltweit verursachen und daher besonders bedeutsam für den Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft und der Begrenzung der globalen Erwärmung um 1,5 Grad Celsius sind. Nach den Daten der CA100+ Initiative lösen die kurzfristigen Reduktionsziele von Stellantis bis 2025 das Pariser Klimaabkommen und das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, aber nicht ein. Dies ist jedoch notwendig, denn, wie der IPCC-Bericht von 2022 festhält: 'Die Welt blickt mehreren unausweichlichen Klimakatastrophen in den nächsten zwei Dekaden entgegen, auch wenn sich die Erde nur um 1,5 Grad C (2.7 Grad F) erwärmt. Selbst zeitweise Überschreitungen werden weitere katastrophale Folgen haben.' Jede einzelne Tonne weiterer Emissionen trägt zum Klimawandel bei, und deshalb müssen auch Unternehmen wie Stellantis jetzt ihren Teil dazu beitragen. 

Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (Paraguay): 2016 entdeckten Ermittler der paraguayischen Behörden 35 Menschen, die auf dem Gelände eines Lederherstellers unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten mussten (unangemessene Unterbringung, mangelndes Trinkwasser, Schuldknechtschaft gegenüber den Arbeitsvermittlern für Lebensmittel). Die Behörden machten über einen Zulieferer (Cencoprod) potentielle Verbindungen zu verschiedenen Automobilunternehmen aus (darunter neben der PSA Groupe (= Peugeot S.A., seit 2021 Teil des Automobilkonzerns Stellantis) auch BMW, Citroën, Peugeot, Renault und Nissan). Die CHRB bewertet den Indikator E.3 mit 0 Punkten, da die PSA Groupe nicht mit den Menschen in Kontakt getreten sei.

Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (Madagaskar): Im Jahr 2019 veröffentlichte Terre des Hommes (NL) einen Bericht über Kinderarbeit in der Glimmerindustrie in Madagaskar. Nach Angaben von Terre des Hommes seien mindestens 11.000 Kinder zwischen fünf und 17 Jahren im Abbau und der Verarbeitung von Glimmer auf Madagaskar beschäftigt, das zum großen Teil nach China exportiert werde. Fiat Chrysler steht am Ende der Lieferkette. Zwar hat Fiat Chrysler bekundet, positive Entwicklungen für die betroffenen Gemeinden anstoßen zu wollen, die CHRB vergibt dennoch nur 0 Punkte für den Indikator E.3, denn das Unternehmen sei mit den betroffenen Menschen nicht direkt in Kontakt getreten und es bleibe auch unklar, ob die Entscheidungsstrukturen tatsächlich angepasst wurden.

Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (DRK): 2017 veröffentlichte Amnesty International einen Folgebericht zu Kinderarbeit und den prekären Arbeitsbedingungen für Erwachsene und Kinder in den Kobaltminen in der DRK. Der Bericht identifiziert Unternehmen, die Kobalt von dem Zulieferer Huayou Cobalt Co. Ltd. beziehen könnten. Einer der fünf Automobilhersteller ist Fiat Chrysler, der laut Amnesty nur minimale Maßnahmen ergriffen habe, um die Sorgfaltspflicht zu erfüllen und die Kobalt-Lieferkette zu verbessern. Fiat Chrysler bestreitet, dass Huayou Cobalt Co. Ltd. sein Zulieferer sei, und hebt seine Beteiligung an verschiedenen Industrieinitiativen hervor. Die CHRB vergibt dennoch 0 Punkte für den Indikator E.3, denn es sei unklar, ob Fiat mit den betroffenen Menschen in Kontakt getreten sei oder die Managementstruktur angepasst habe.

Quellen Climate Action 100+ 
IPCC Presseerklärung, 28. Februar 2022
Anzahl laufender Anleihen 16
Anzahl beinhaltender Fonds 352
Fonds, die Aktien oder Anleihen des Unternehmens halten
ISIN des Fonds Name Bemerkung Gesamthöhe kontroverser Unternehmensbeteiligungen Höhe der Beteiligung in Stellantis NV
AT0000818059 Macquarie Bonds Europe T FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
0.67%
0.26%
AT0000819487 Apollo Nachhaltig Euro Corporate Bond A ESG-Fonds (lt. Lipper)
7.17%
0.79%
AT0000A1E0V5 ERSTE RESPONSIBLE STOCK EUROPE A FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
18.16%
0.98%
AT0000A25PK9 KEPLER Ethik Aktienfonds T1 T FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
15.5%
1.64%
AT0000A25PL7 KEPLER Ethik Rentenfonds T1 T FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
1.96%
0.21%
AT0000A26ZA7 Portfolio Management Ethik Mix Ausgewogen (T) FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
3.48%
0.13%
AT0000A28YV2 Amundi CPR Climate Action - (I)T FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
23.57%
1.21%
AT0000A2CN95 Portfolio Management Ethik Mix Solide (T) FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
2.87%
0.24%
AT0000A2E0B6 Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Diversified S A FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
0.53%
0.01%
AT0000A2QL91 Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Rent (I) T FNG-Siegelfonds, ESG-Fonds (lt. Lipper)
2.12%
0.21%