Informationen zum Unternehmen
Name Sasol Ltd
ISIN ZAE000006896
US8038663006
Website https://www.sasol.com
Konflikte
Kurzbeschreibung Sasol Ltd ist ein Unternehmen aus Südafrika, das sein Geschäft entlang der Wertschöpfungskette von Kohle ausgerichtet hat. Sasol Ltd ist (ggf. über Tochtergesellschaften) im Kohlebergbau aktiv, verstromt die Kohle in Kraftwerken und weist zudem noch weitere Geschäftsbereiche im Kohlesektor auf (z.B. Logistik, Infrastruktur oder Exploration).
Klimakiller Kohle

Die Kohleproduktion von Sasol Ltd lag im vergangenen Jahr bei 33,6 Mt und damit über der absoluten Schwelle von 10 Mt. Tatsächlich basiert der Umsatz aus dem operativen Geschäft von Sasol Ltd zu 28 % auf Kohle. Also ist auch die relative Umsatz-Schwelle von 10 % überschritten. Abgesehen von der Überschreitung der absoluten sowie der relativen Schwelle gehört Sasol Ltd auch noch zu den fossilen Expansionisten: Das Unternehmen plant die Steigerung der Kohleproduktion. Sasol Ltd zählt daher zu den Unternehmen, die die Klimakatastrophe eklatant verschärfen und sofort von jeder Investition ausgeschlossen werden müssen.
Finanzdienstleistungen für die Gruppe:
Sasol Financing USA LLC (laufende Anleihen).
Alle Angaben laut der Global Coal Exit List 2023 (GCEL) von urgewald und in Bezug auf den jeweils letzten Recherchezeitraum.
The Global Coal Exit List (GCEL) von urgewald (Stand: Okt. 2023)

Klimakiller Öl und Gas

Es wiegt besonders schwer, dass Sasol Ltd in den nächsten Jahren 164,3 Millionen Barrel Öläquivalent (mmboe) an neuen Öl- und Gasressourcen erschließen will. Das Unternehmen hat in den Jahren 2021 bis 2023 durchschnittlich 11,1 Mio. USD jährlich in Explorationsvorhaben für neue Öl- und Gasressourcen investiert.

Finanzdienstleistungen für die Gruppe:
Sasol Financing USA LLC (laufende Anleihen).

Alle Daten laut der urgewald Global Oil & Gas Exit List (GOGEL, Stand: November 2023).
Global Oil and Gas Exit List (GOGEL) von urgewald (Stand: November 2023)

Top-Emittent von Treibhausgasen

Sasol Limited ist einer der größten Emittenten von Treibhausgasen weltweit. Nach den Daten der Climate Action 100+ Initiative bzw. der Transition Pathway Initiative (TPI) hat das Unternehmen aber keine angemessenen Ziele zur Reduktion seiner Treibhausgasemissionen ausgearbeitet. Unter Berücksichtigung der für das Unternehmen relevanten Emissionen (Scope 1, 2 und/oder 3) hat die TPI berechnet, dass weder die kurz- (bis 2025) noch die mittelfristigen Reduktionsziele (2026-2035) des Unternehmens an dem Pariser Ziel ausgerichtet sind, die Erderhitzung auf maximal 1,5° Celsius zu begrenzen.
Climate Action 100+ ist ein Zusammenschluss von Investoren, die gemeinsam auf Unternehmen einwirken wollen, dass diese bis 2050 'net-zero' Emissionen erreichen. Die Investoren konzentrieren sich auf derzeit 171 Unternehmen aus verschiedenen Industriesektoren. Die Unternehmen wurden ausgewählt, weil sie zusammen mehr als 80% der industriellen Emissionen weltweit verursachen und daher besonders bedeutsam für den Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft und der Begrenzung der globalen Erwärmung um 1,5 Grad Celsius sind.
Climate Action 100+ (Stand: Oktober 2023)

Top-Produzent von Wegwerf-Plastik

Außerdem gehört Sasol Limited laut dem Plastic Waste Makers Index zu den 100 größten Polymer-Produzenten der Welt. Diese 100 Unternehmen produzieren 90 Prozent aller weltweit anfallenden Einwegplastikabfälle. Sasol ist für 0,6 Millionen Tonnen Einweg-Plastikabfälle verantwortlich. Plastik ist aufgrund seiner umweltschädlichen Herstellung (aus fossilen Brennstoffen) und nicht ausreichender Wiederverwertbarkeit nach der Verwendung eine Belastung für Ökosysteme. Darüber hinaus landen Kunststoffabfälle in der Luft (insb. durch Verbrennung), im Boden und im Trinkwasser, wodurch die bei der Kunststoffproduktion verwendeten Chemikalien und Mikrokunststoffe in die Nahrungskette und schließlich in den menschlichen Körper gelangen können. Dadurch können Menschen Gesundheitsproblemen (z.B. Krebsrisiken, Nierenproblemen) ausgesetzt sein. Die Plastikproduktion macht auf ihrem derzeitigen Wachstumspfad bis 2050 über 10 Prozent des gesamten zur Verfügung stehenden CO2-Budgets aus.
Plastic Waste Makers Index (Stand: 05.02.2023)

Auf der Blacklist des Norwegischen Pensionsfonds

2020 wurde Sasol von Investitionen des norwegischen Staatsfonds ausgeschlossen, da es gegen die in 2019 überarbeitete Richtlinie für Energieproduzenten verstößt. Demnach darf ein Unternehmen nicht mehr als 20 Millionen Tonnen Kohle fördern oder daraus eine Kapazität von 10.000 MW generieren. Die Produktion von Kohle zur Stromgewinnung trägt wegen der damit verbundenen CO2-Emissionen massiv zum Klimawandel bei. Im Hinblick auf mögliche gesetzliche Regelungen zur Einhaltung des Klimaziels, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen, wird dies auch als finanzielles Risiko bewertet.
Ausschlussliste des Norwegischen Pensionsfonds (Stand September 2023)

Anzahl laufender Anleihen 5
Anzahl beinhaltender Fonds 81
Fonds, die Aktien oder Anleihen des Unternehmens halten
ISIN des Fonds Name Bemerkung Gesamthöhe kontroverser Unternehmensbeteiligungen Höhe der Beteiligung in Sasol Ltd
LU2008779006 DB Fixed Mat Plan 2024 USD LC
20.83%
3.4%
IE00BTJRMP35 db x-trackers MSCI Em Mkts Index UCITS ETF (DR)1C
14.6%
0.06%
DE000DK2EAL7 Deka-Globale Renten High Income CF
6.43%
0.19%
LU1685587591 Deka-MultiFactor Global Corporates HY I
9.44%
0.79%
DE000DK2J6P1 Deka-RentenStrategie Global CF
2.96%
0.29%
LU0158528447 Deka-Wandelanleihen CF
6.81%
0.12%
IE00BYX5M039 Fidelity MSCI Emerging Markets Index P USD Acc
13.38%
0.05%
LU0110449138 Goldman Sachs Em Markets Debt Pf Base USD ESG-Fonds (lt. Lipper)
4.38%
0.7%
IE00BKM4GZ66 iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF USD Acc
12.85%
0.05%
IE00BG0SKF03 iShares Edge MSCI EM Value Factor UCITS ETF USD A
29.93%
0.6%

Die Erläuterungen zu den einzelnen Unternehmen basieren auf den jeweils zugrunde liegenden Quellen und entsprechen den dort angewendeten methodischen Ansätzen. Die Bewertung eines Unternehmens und seinen Aktivitäten hängt also maßgeblich von den verwendeten Indikatoren und Definitionen ab. Dies kann dazu führen, dass z.B. Ratingagenturen oder einzelne Anbieter zu anderen Bewertungen eines Unternehmens kommen als Faire Fonds.

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