Informationen zum Unternehmen
Name Panasonic Corporation
ISIN JP3866800000
US69832A2050
Website https://www.panasonic.com/
Konflikte
Erläuterung

Panasonic ist ein japanischer multinationaler Produzent von Elektronikprodukten. Die umfangreiche Produktpalette umfasst u.a. digitale Fernsehgeräte, und Kameras, Mobil- und Smartphones, Büro- und Telekommunikationsgeräte, Haushaltsgeräte, etc. 

Panasonic gehört zu den größten Emittenten von Treibhausgasen, wie die Climate Action 100+ festgestellt hat. Die Initiative 'Climate Action 100+' ist ein Zusammenschluss von Investoren, die gemeinsam auf Unternehmen einwirken wollen, dass diese bis 2050 'net-zero' Emissionen erreichen. Die Investoren konzentrieren sich auf derzeit 166 Unternehmen aus 6 Sektoren. Die Unternehmen wurden ausgewählt, weil sie zusammen mehr als 80% der industriellen Emissionen weltweit verursachen und daher besonders bedeutsam für den Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft und der Begrenzung der globalen Erwärmung um 1,5 Grad Celsius sind. Nach den Daten der CA100+ Initiative hat sich Panasonic aber keinerlei kurzfristige Reduktionsziele bis 2025 gesetzt. Dies ist jedoch notwendig, denn, wie der IPCC-Bericht von 2022 festhält: 'Die Welt blickt mehreren unausweichlichen Klimakatastrophen in den nächsten zwei Dekaden entgegen, auch wenn sich die Erde nur um 1,5 Grad C (2.7 Grad F) erwärmt. Selbst zeitweise Überschreitungen werden weitere katastrophale Folgen haben.' Jede einzelne Tonne weiterer Emissionen trägt zum Klimawandel bei, und deshalb müssen auch Unternehmen wie Panasonic jetzt ihren Teil dazu beitragen. 

Arbeitsrechtverletzungen (Japan): 2019 suspendierten das japanische Justiz- und Arbeitsministerium vier Firmen, darunter Panasonic, von einem ausländischen technischen Traineeprogramm, nachdem Vorwürfe wegen illegaler Überstunden erhoben worden waren. Die Maßnahme wurde ergriffen, nachdem das Unternehmen zu einer Geldstrafe von 300.000 JPY (2.700 USD) verurteilt worden war, weil ein männlicher Angestellter in der Fabrik in Tonami illegal viele Überstunden geleistet hatte und anschließend starb. Der Presse zufolge erklärte das Unternehmen, dass die Situation ernstgenommen werde. Praktikanten soll dabei verholfen werden, ihre Ausbildung ohne Bedenken fortzusetzen. Es ist jedoch unklar, ob sich das Unternehmen mit solchen Mitarbeitern auseinandergesetzt hat, bei denen festgestellt wurde, dass sie Überstunden außerhalb der gesetzlichen Grenzen leisteten. Auch wurden keine Abhilfen geleistet oder Managementsysteme überprüft oder verbessert. Die CHRB vergibt daher 0 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators.

Menschenrechteverletzungen in der Lieferkette (Malaysia): 2019 veröffentlichte Danwatch einen Untersuchungsbericht, in dem es um grundlegende Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen ging. Beschlagnahmung der Pässe und Aufforderung zur Zahlung erheblicher Geldbeträge, um die Pässe zurückzubekommen, Nichtvergütung von Überstunden, überhöhte Einstellungsgebühren und Lohnkürzungen waren Teil der Anschuldigungen, die Danwatch in dem Bericht erhob. Die Maßnahmen des Unternehmen seien vorwiegend gegen nepalesische und indonesische Wanderarbeiter gerichtet gewesen, die in malaysischen Fabriken arbeiten und Bauteile für große Elektronikunternehmen, darunter Panasonic, herstellen. Die CHRB vergibt 0 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators, da keine Belege dafür vorliegen, dass der Kontakt zu Betroffenen aufgenommen, Abhilfen geleistet oder Managementsystem überprüft oder verbessert wurden.

Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (Madagaskar): Im Jahr 2018 veröffentlichte Terres des Hommes einen Bericht über Kinderarbeit in der Glimmerindustrie. Schätzungen zufolge wären nach Angaben von Terre des Hommes mindestens 11.000 Kinder zwischen fünf und 17 Jahren im Abbau und der Verarbeitung von Glimmer auf Madagaskar beschäftigt. Die CHRB vergibt 0 Punkte, da das Unternehmen in keiner Weise bisher auf die Unterstellungen reagiert hat.

Arbeitsrechtsverletzungen in der Lieferkette (Thailand): Electronic Watch berichtete 2018 von einem erhöhten Risiko der Zwangsarbeit/zwangsarbeitsähnlichen Zuständen bei Cal-Comp Electronics, einem Zulieferer von Panasonic. Den ArbeiterInnen seien bei der Anheuerung weit mehr als die Zulässigen 79€ Anwerbungsgebühren abverlangt worden. Desweiteren seien Ausweisdokumente von Angestellten eingehalten worden. Obwohl Cal-Comp seit 2017 überwacht wird und sich bemüht die Missstände zu beheben, erteilt die CHRB 0 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators an Panasonic, da das Unternehmen sich nie zu den Vorwürfen geäußert habe.

Quellen Climate Action 100+
IPCC Presseerklärung, 28. Februar 2022
Anzahl laufender Anleihen 19
Anzahl beinhaltender Fonds 117
Fonds, die Aktien oder Anleihen des Unternehmens halten
ISIN des Fonds Name Bemerkung Gesamthöhe kontroverser Unternehmensbeteiligungen Höhe der Beteiligung in Panasonic Corporation
BE0946893766 Candriam Sustainable World C Cap ESG-Fonds (lt. Lipper)
24.21%
0.47%
DE0005314231 BBBank Kontinuitaet Union
8.41%
0.1%
DE0005314249 BBBank Wachstum Union
14.39%
0.21%
DE0005896864 Deka-Stiftungen Balance ESG-Fonds (lt. Lipper), Stiftungsfonds
5.74%
0.14%
DE0008471020 Fondis - A - EUR
25.58%
0.23%
DE0008474297 Baloise-International DWS ESG-Fonds (lt. Lipper)
10.85%
0.45%
DE0008480807 Naspa-Fonds Ausschüttung Plus
12.67%
0.18%
DE0009769638 CONVEST 21 VL - A - EUR
25.52%
0.23%
DE0009848010 DWS Top Portfolio Offensiv ESG-Fonds (lt. Lipper)
8.98%
0.52%
DE000A0H08D2 iShares Nikkei 225® UCITS ETF (DE)
20.22%
0.15%